Bearbeitungszeiten und Fälle auswerten: Startpunkt muss eindeutig definiert sein, z. B. interner Eingang oder erste Sichtung.; Zwischenzeiten wie Zuweisung bis erste Reaktion separat analysieren.; Fall gilt erst als gelöst, wenn vereinbarter Schritt durchgeführt und geprüft wurde.
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Bearbeitungszeiten und gelöste Fälle auswerten

Definieren Sie Start, Zwischenstände und Fallabschluss, bevor Sie Bearbeitungszeiten und Lösungsquoten vergleichen.

Bearbeitungszeiten lassen sich nur vergleichen, wenn Start, Zwischenstände und Ende gleich definiert sind.

Lesen Sie die Zeiten zusammen mit dem Fallausgang: Eine schnelle öffentliche Antwort und ein gelöstes Kundenproblem fallen oft zeitlich auseinander.

Den Startpunkt festlegen

Legen Sie fest, welche Frage Sie messen. Das sichtbare Veröffentlichungsdatum eines Beitrags beschreibt einen anderen Anfang als der Eingang einer Benachrichtigung oder die erste Sichtung durch das Team.

Für den eigenen Bearbeitungsablauf kann der dokumentierte interne Eingang maßgeblich sein; für die Kundensicht ist ein früherer öffentlicher Zeitpunkt relevant. Fehlt er, kennzeichnen Sie die Lücke.

Erfassen Sie die erste Sichtung, die Zuweisung, die erste inhaltlich hilfreiche Reaktion und das letzte geprüfte Ergebnis.

Ein automatisches „Wir melden uns“ ist eine Eingangsbestätigung und keine abgeschlossene Sachantwort.

Interne vs. externe Sicht auf Bearbeitungszeiten

Perspektive
Interne (Team)
Startzeitpunkt
Dokumentierter interner Eingang
Perspektive
Externe (Kunde)
Startzeitpunkt
Veröffentlichungsdatum oder Erstkontakt (z. B. Beitragsdatum)

Zwischenzeiten getrennt lesen

Zeitspanne / Frage

Eingang bis Zuweisung
Wie lange wartete der Fall auf eine zuständige Person?
Zuweisung bis erste hilfreiche Reaktion
Wann begann die sachliche Bearbeitung?
Erste Reaktion bis geprüftes Ergebnis
Wie lange dauerten Klärung und vereinbarter Schritt?

Legen Sie vor der Auswertung fest, ob Sie verstrichene Zeit oder eine eigens definierte Bearbeitungszeit berichten.

Regeln Sie Zeiten außerhalb der Besetzung und Wartezeiten auf Rückmeldungen. Pausen ziehen Sie nicht nachträglich nur bei langen Fällen ab.

Zeitverlauf eines typischen Falls: Von der Einlieferung bis zur Lösung

Eingang
Dokumentierter interner Eingang (z. B. Ticket-System)
Zuweisung
Zuständiger Mitarbeiter zugewiesen
Erste hilfreiche Reaktion
Erste sachbezogene Antwort oder Maßnahme
Geprüftes Ergebnis
Ergebnis validiert und dokumentiert

„Gelöst“ vor dem Zählen definieren

Zählen Sie einen Fall nur dann als gelöst, wenn der vereinbarte Schritt durchgeführt und das Ergebnis anhand Ihrer zuvor festgelegten Regel geprüft wurde.

Ein Kontaktangebot oder erfolgloser Anrufversuch genügt dafür allein nicht. Hilfe im Einzelfall und Beseitigung einer allgemeinen Ursache können unterschiedliche Stände haben.

Erheben Sie für eine festgelegte Eingangsgruppe am Stichtag getrennte Zahlen für gelöste, offene, nicht zuordenbare und erneut geöffnete Fälle.

Eine interne Lösungsquote kann lauten: bis zum Stichtag gelöste Fälle der Gruppe ÷ alle erfassten Fälle dieser Gruppe. Nennen Sie Nenner, Stichtag und offene Fälle.

Bleibt ein Vorgang mangels Angaben nicht prüfbar, gehört er mit diesem Stand in die Gruppe; er wird nicht stillschweigend als gelöst gezählt.

Neu eingegangene Gruppen hatten weniger Zeit zur Bearbeitung. Vergleichen Sie sie nur mit dieser Einschränkung.

Wichtige Kennzahlen zur Fallbearbeitung

Interne Lösungsquote
bis zum Stichtag gelöste Fälle ÷ alle erfassten Fälle dieser Gruppe
Offene Fälle am Stichtag
Nicht abgeschlossene Vorgänge mit prüfbarem Status
Nicht zuordenbare Fälle
Fälle ohne ausreichende Angaben zur Prüfung
Erneut geöffnete Fälle
Fälle, die nach vorläufiger Schließung erneut aktiviert wurden

Lange und kurze Verläufe prüfen

Ein Durchschnitt zeigt nicht, in welchem Abschnitt Zeit entstand.

Lesen Sie einige lange und kurze Fälle: Fehlte eine Zuständigkeit, dauerte die fachliche Prüfung oder wartete das Team auf nötige Angaben?

Ein langer Fall kann sorgfältig bearbeitet worden sein; ein kurzer kann vorschnell geschlossen worden sein.

Halten Sie die Zählregeln für spätere Vergleiche stabil und markieren Sie Änderungen.

Leiten Sie aus der Auswertung einen konkreten Schritt ab, etwa eine klarere Übergabe oder die erneute Prüfung vermeintlich gelöster Fälle.

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