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Den passenden Zeitpunkt für eine Bewertungsanfrage wählen
Wählen Sie den Zeitpunkt einer Bewertungsanfrage anhand der tatsächlichen Kundenerfahrung – ohne Druck vor Ort oder Auswahl nach Zufriedenheit.
Fragen Sie nach der Erfahrung, die bewertet werden soll. Eine feste Zahl von Stunden oder Tagen passt nicht zu jeder Leistung.
Wählen Sie einen überprüfbaren Auslöser und wenden Sie ihn unabhängig davon an, ob Sie eine positive oder kritische Rückmeldung erwarten.
Warten, bis die Erfahrung stattgefunden hat
Direkt nach einer Bestellung kann jemand den Bestellvorgang beurteilen, die noch nicht gelieferte Ware aber nicht. Nach einem Termin ist die Begegnung bewertbar. Bei einer länger laufenden Leistung kann ein abgeschlossener Abschnitt der passende Bezug sein.
Benennen Sie nur, was die Person tatsächlich erlebt hat.
| Situation | Möglicher Auslöser | Entscheidende Frage |
|---|---|---|
| Besuch vor Ort | Der Besuch ist beendet. | Kann die Person später und ohne Beobachtung entscheiden? |
| Lieferung | Die Übergabe ist bestätigt. | Geht es um die Lieferung oder um eine erst nach Nutzung beurteilbare Ware? |
| Laufende Betreuung | Ein klar abgegrenzter Abschnitt ist abgeschlossen. | Gilt derselbe Auslöser auch nach kritischen Erfahrungen? |
Diese Auslöser sind Beispiele, keine gemessenen Bestzeitpunkte. Wählen Sie einen Anlass nicht so, dass er nur bei zufriedenen Kunden eintritt.
Den Zeitpunkt ohne Druck wählen
Bitten Sie um eine freiwillige Rückmeldung zu einer tatsächlichen Erfahrung. Vermeiden Sie Druck, etwa eine sofortige Bewertung vor den Augen des Teams. Ein QR-Code auf einem Beleg kann einen späteren, selbst gewählten Zeitpunkt ermöglichen.
Legen Sie je Anfrageweg fest, welches Ereignis die Einladung auslöst. Bei einem offenen Anliegen sollte die nötige Hilfe ihren eigenen Ablauf haben; sie darf weder an eine Bewertung geknüpft noch gegen deren Änderung oder Entfernung angeboten werden.
Schließen Sie kritische Kontakte nicht allein wegen der erwarteten Bewertung aus. Falls eine Anfrage verschoben wird, sollte dafür ein sachlicher, einheitlich angewandter Grund bestehen.
Bei persönlichen E-Mails oder Messenger-Nachrichten ist zusätzlich der Versandweg zu prüfen. Wenn die Nachricht als Werbung gilt, können die Anforderungen des § 7 UWG an elektronische Post greifen. Ein gut gewählter Zeitpunkt begründet noch keine Versandberechtigung.
Den Auslöser anhand verschiedener Fälle prüfen
Gehen Sie den Ablauf für eine reibungslose Leistung, eine Reklamation und eine nur teilweise erfüllte Leistung durch. Erhält die Person nach der jeweils tatsächlich bewertbaren Erfahrung dieselbe Möglichkeit zur freiwilligen Rückmeldung? Wenn der Auslöser kritische Kontakte systematisch ausnimmt, ändern Sie ihn.
Dokumentieren Sie die Regel knapp und prüfen Sie sie anhand realer Abläufe, ohne eine bestimmte Sternezahl zum Ziel zu machen.

